Turmbau zu Babel mit jähem Ende
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Geländespiel zur biblischen Geschichte vom Turmbau zu Babel und der Sprachenverwirrung in 1. Mose 11
Das Spiel kann im Gelände, auf einem Spielplatz oder bei Regenwetter auch im Haus gespielt werden. Es braucht einfach genügend Platz für die verschiedenen Gruppenstandorte, das Banditencamp, die Ebene Schinar und dazwischen genügend Laufstrecken.
Die Kinder spielen in 4 Gruppen: Rot, Grün, Blau, Gelb; das können auch Städtenamen rund um die Ebene Schinar sein, wie Put, Lud, Tubal, Javan. Mittendrin, in der Ebene Schinar wird der grosse Turm gebaut.
Jede Heimatstadt (Gruppenstandort) wird mit einem Fähnli in der Gruppenfarbe markiert.
Die Kinder tragen als Kennzeichen einen Spielbändel in ihrer Farbe. Der Turm wird von allen gemeinsam gebaut. Die Zusammenarbeit ist wichtig. Ein gigantischer Turm ist geplant. Dieser ist auf einem grossen Karton aufgezeichnet und liegt in der Ebene Schinar bereit.
Ablauf:
Jede Gruppe erhält viele Karten in ihrer Gruppenfarbe. Darauf steht je ein Wort, genauer, die Hälfte eines zusammensetzbaren Wortes; z.B. „ZIEGEL“ oder „STEIN“ usw.
Jede Gruppe erhält die gleichen Worte = gleiche Chancen.
Dies sind die Worte: - ZIEGEL – STEIN – EISEN – STANGE – HOLZ – BALKEN – DRAHT – STIFT – STROM – KABEL – TÜR – SCHLOSS – DACH – BLECH – BODEN – LEISTE (Die möglichen Wort Zusammenstellungen findest du im Download.)
Die Worte werden in der Heimatstadt von einem Helfer verwaltet. Jedes Kind der Gruppe darf verdeckt eine Karte ziehen. Dann müssen die Kinder schnell die Bewohner einer anderen Stadt aufsuchen und die zweite Hälfte des Wortes finden. Gemeinsam gehen die beiden Kinder dann mit ihrem zusammengesetzten Wort nach Schinar ins Zentrum des Spielfeldes, wo der Turm gebaut wird. Dort hat es zwei Leiter, die prüfen, ob das zusammengesetzte Wort von zwei Gruppen (= zwei Farben) stammt und einen Sinn macht. Wenn ja, dürfen die Kinder die Karten als Bausteine dem Turmbau hinzufügen. Die Karten werden mit Klebstreifen, Leimstift oder Leimspray auf dem Karton oder Papier festgemacht, damit sie nicht vom Wind verweht werden.
Anschliessend kehren die Kinder je in ihre Heimat zurück, ziehen eine neue Karte und suchen wieder die zweite Hälfte usw. Kann das Wort nicht verwendet werden, darf man es zurück zum Stapel geben und ein neues Wort ziehen.
Auf halbem Weg zur Ebene Schinar gibt es zwei geschützte Bauzonen (mit Bändern gekennzeichnet), die von den Banditen geschützt sind, dort können die Kinder in Ruhe Worte zusammensetzen. Sie können jedoch auch überall auf dem Platz miteinander zusammentreffen, sind dann aber nicht geschützt.
Wenn viele Kinder mit fremder Muttersprache oder auch kleinere Kinder dabei sind, ist es sinnvoll, in jeder geschützten Bauzone eine Liste mit möglichen Wortzusammensetzungen aufzuhängen, als Hilfe für die Kinder.
Achtung Banditen:
Es hat ein oder zwei Banditen unterwegs, die ein einzelnes Kind oder zwei, die zusammen nach Schinar unterwegs sind fangen (berühren) können. Wenn das geschieht, müssen die betroffenen Kinder mit den Banditen mit ins Banditencamp und ihre Worte abgeben. Jetzt muss die Heimatstadt ihre Bürger mit einem zusammengesetzten Wort freikaufen. Ein Friedensträger mit weisser Fahne bringt den Preis zum Banditencamp und darf während seiner Mission nicht gefangen genommen werden. Der Gefangene wird frei und kehrt in seine Stadt zurück und darf weiterspielen.
(Einfachere Variante: Anstelle die Gefangenen freikaufen zu müssen, werden diese nach einem kurzen Moment der Gefangenschaft im Banditencamp wieder freigelassen.)
Ziel:
Das Ziel ist, einen möglichst grossen Turm in der Ebene Schinar zu bauen. Natürlich geht es jeder Stadt auch darum, selber möglichst viel dazu beizutragen. Am Schluss werden die Karten jeder Gruppe gezählt. (darum die verschieden farbigen Worte) Welche Stadt hat am meisten Bausteine beigetragen?
Jede Wortkarte zählt einen Punkt. Die Sieger erhalten einen kleinen Preis; alle anderen einen Trostpreis für ihren grossen Einsatz.
Höhepunkt des Spiels ist jedoch die unvorhergesehene Sprachenverwirrung:
Das Chaos:
Nach einer beliebigen Spielzeit (z.B. nach ca. ¾ Stunde) wechseln auf Kommando alle Stadtbetreuer die Karten aus. Das geheime Zeichen dazu kann z.B. eine Handvoll leere Dosen sein, die von einem Banditen an einer Schnur über den Boden gezogen werden = lauter Lärm) Ab sofort gibt der Helfer in den Gruppen nur noch fremdsprachige Karten an die Kinder heraus. Jede Gruppe/Stadt spricht ab sofort eine andere Sprache. In unseren Vorlagen sind folgende Sprachen enthalten: Japanisch, Mongolisch, Sanskrit, Maori (die Schriftzeichen unterscheiden sich deutlich voneinander). Die Karten passen nicht mehr zusammen. Die Kinder, denen dies vorher nicht gesagt wird, werden nicht mehr wissen, was zu tun ist… Chaos bricht aus! Einige Kinder werden sich furchtbar über ihre Leiter aufregen!
Dann wird das Spiel abgebrochen. Der Turm kann nicht vollendet werden. Lustig ist auch, wenn die Leiter nur noch „Kauderwelsch“ oder eine Sprache, die die Kinder nicht verstehen, sprechen. Die Kinder werden dieses Spiel nicht so schnell vergessen!
Im Anschluss an das Spiel wird dann die Geschichte vom Turmbau zu Babel erzählt.
Den Spielbeschrieb, inkl. den Vorlagen für die Wortkarten und weitere Details findest du im Download
